Der Frühling ist endlich da, und mit ihm werden auch die Tage wieder länger.
Mein fotografisches Jahr hat im Januar zwar stark begonnen, aber die Motivation und Euphorie ließen im Februar stark nach – hauptsächlich wetterbedingt. Viel Dunkelheit und nasskaltes Wetter raubten mir die Lust am Fotografieren, zumindest draußen.
Doch so wie der Frühling jetzt aufblüht, erholt sich auch meine Motivation für die Fotografie. Durch Dienstreisen war ich im März viel unterwegs.
Meine Vorgehensweise ist dabei immer dieselbe:
Ich erkunde den Ort zu Fuß und nur mit der Leica in der Hand.
Während der fotografische Blick zu Hause langsam abstumpft, bietet eine neue Szenerie an einem unbekannten Ort frische Inspiration. Dieser Motivationsschub ist aber nicht der einzige Grund. Es ist auch meine Art, das Gesehenes und Erlebte zu dokumentieren. In meinen Jahresalben erinnere ich mich später gerne zurück an:
Dienstreisen mit spannenden Workshops
Die Spaziergänge mit der Kamera, die diese Tage abgerundet haben
Die Bilder hier entstanden in Feldkirchen-Westerham Anfang März auf Santacolor 100 mit der Leica M6. Es war gerade so genügend Licht da, um mit einem ISO 100 Film bei einer Verschlusszeit von 1/30 zu fotografieren.
„Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit neuen Augen zu sehen.“
– Marcel Proust
Vielleicht ist es genau dieses Fotografieren an der Grenze des Lichts, das uns lehrt, den Fokus zu halten, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind. Es ist die Erkenntnis, dass Inspiration oft nicht dort wartet, wo wir uns bereits auskennen, sondern dort, wo wir gezwungen sind, mit neuen Augen hinzusehen.
Am Ende sind es nicht nur die Kilometer auf der Autobahn oder die Stunden im Workshop, die zählen, sondern die Momente der Stille dazwischen, in denen wir die Welt für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde anhalten. Denn während die Termine verblassen, bleibt das Gefühl des ersten Frühlingslichts auf dem Film und in der Erinnerung bestehen.
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