Retrospektive: Warum sich der Blick zurück lohnt

Nahezu den kompletten Januar durfte ich in Elternzeit verbringen. Eine wundervolle Zeit, in der ich auch immer mal wieder die Gelegenheit hatte, mir die Kamera zu schnappen und den Bayerischen Wald in seiner Winterpracht festzuhalten.

Auf einem meiner Streifzüge im Bereich des Voithenbergs ist dieses Bild entstanden. Normalerweise ist mein Blick stets nach vorne gerichtet. Ich genieße die Natur und halte Ausschau nach einem tollen Motiv. Dieses Bild wäre jedoch nie entstanden, wenn ich mich nicht aktiv umgedreht hätte, um einen Blick auf das Feld zu werfen, das ich gerade erst durchschritten hatte.

Wie in diesem Moment im Wald ist es auch im Alltag ratsam, regelmäßig einen Blick in den „Rückspiegel“ zu werfen.

In der agilen Softwareentwicklung, in der ich arbeite, nennen wir das Retrospektive. Dabei handelt es sich um ein strukturiertes Meeting, in dem Teams auf einen abgeschlossenen Entwicklungszyklus zurückblicken, um Arbeitsweisen zu analysieren und kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen.

Abseits vom beruflichen Alltag nutze ich das Journaling, um mich am Ende eines Tages, einer Woche oder eines Monats hinzusetzen und die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Ich stelle mir dabei meist drei Kernfragen:

  • Was lief gut?
  • Was war nicht so gut?
  • Was möchte ich in Zukunft ändern?

Diese Reflexion hilft mir dabei, Erlebtes zu verarbeiten, Fortschritte sichtbar zu machen und bewusste Entscheidungen für die kommenden Wochen zu treffen. Sowohl im Alltag als auch beim Spaziergang gilt: Es ist unglaublich wertvoll, einfach mal innezuhalten und den Blick zurückzuwerfen.

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